Zufriedenheit mit Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Fahrgastzahlen nahe 59 Millionen

Zufriedenheit mit Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Fahrgastzahlen nahe 59 Millionen
Zufriedenheit mit Busverkehr in Wiesbaden gestiegen: Fahrgastzahlen nahe 59 Millionen | Bild: ESWE Verkehr, Michael Skwarciak

Eine repräsentative Passantenbefragung der Hochschule RheinMain zeigt: Die Zufriedenheit mit dem städtischen Busverkehr in Wiesbaden hat sich 2025 verbessert. Die Gesamtbewertung für den Verkehrsbetrieb ESWE Verkehr lag bei 2,69 und fiel damit besser aus als im Vorjahr, als der Wert bei 2,79 lag. Zugleich stiegen die Fahrgastzahlen im Linienverkehr in den vergangenen Jahren auf knapp 59 Millionen.

Wesentliche Ergebnisse der Studie

Bei dem Vergleich von Bus und Pkw Verkehr schnitt der öffentliche Nahverkehr besser ab. Die Pkw Nutzung wurde 2025 im Schnitt mit der Note 3,31 bewertet und damit deutlich schlechter als ESWE Verkehr. Von 16 abgefragten Merkmalen wurden 15 besser bewertet als im Vorjahr. Verbesserungen berichteten die Befragten vor allem bei der Umweltleistung, bei Kontrollen, bei Informationen zu Verspätungen sowie bei der Atmosphäre in den Bussen. Auch die Erreichbarkeit der Ziele sowie Fahrzeit und Geschwindigkeit erhielten bessere Noten.

Methodik und Stichprobe

Die Untersuchung wurde im vergangenen Jahr viermal an zehn Standorten im Stadtgebiet durchgeführt. Unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Heidel und Prof. Dr. Tobias Heußler sammelte ein studentisches Team der Wiesbaden Business School insgesamt 1.512 Interviews. Die Befragten repräsentieren verschiedene Nutzergruppen, von regelmäßigen Fahrgästen über Gelegenheitsnutzer bis zu überwiegend mit dem Auto Fahrenden. Die Bewertung erfolgte in Schulnoten von eins bis sechs und umfasste Kriterien wie Freundlichkeit der Busfahrenden, Taktung, Pünktlichkeit und Schnelligkeit.

Stellungnahmen der Beteiligten

Geschäftsführerin Marion Hebding wertet die Ergebnisse als Bestätigung der bisherigen Maßnahmen und erklärt, das Vertrauen in ESWE Verkehr sei gestiegen. Prof. Dr. Bernhard Heidel hebt hervor, dass der Vergleich von Bus und Pkw Verkehr besonders aussagekräftig sei und die Antworten zeigen, dass viele Befragte positive Veränderungen wahrgenommen hätten. Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE Verkehr, sieht die Befragung als Bestätigung des Kurses des Unternehmens und verweist auf eine geplante Liniennetzreform, mit der direkte Verbindungen und zusätzliche Erschließungen geschaffen werden sollen.

Offene Punkte und Ausblick

Trotz der positiven Entwicklung bleiben Kritikpunkte: Pünktlichkeit und die Atmosphäre in den Bussen wurden weiterhin als verbesserungswürdig genannt. Die Befragung liefert dem Verkehrsbetrieb Erkenntnisse für künftige Maßnahmen. Die regelmäßige Zufriedenheitsmessung wird bereits seit 20 Jahren durchgeführt. Eine neue Erhebungswelle in Wiesbaden wurde kürzlich gestartet.

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Redaktion Nauroder Zeitung 60 Artikel
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