Wiesbaden startet inklusives Kunstprojekt mit Tandem Workshops und Auktion

Wiesbaden startet inklusives Kunstprojekt mit Tandem Workshops und Auktion
Wiesbaden startet inklusives Kunstprojekt mit Tandem Workshops und Auktion | Bild: Stadt Wiesbaden

Mit einer Auftaktveranstaltung im Rathaus hat die Landeshauptstadt Wiesbaden am Mittwoch, 1. April, das inklusive Kunstprojekt ‚touched by art‘ offiziell gestartet. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung von Kunst für Begegnung und Teilhabe. Zu den Gästen zählten Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Politik, Sozialwesen und der Stadtgesellschaft.

Projektidee und Ziele

Die Stadt versteht ‚touched by art‘ als einen langfristigen Impuls für die inklusive Kulturentwicklung. Ziel ist es, Netzwerke zwischen Kunst und Inklusion aufzubauen und dauerhafte Strukturen für kulturelle Teilhabe in Wiesbaden zu etablieren. Die kommunale Inklusionsbeauftragte Andrea Hausy hat die Initiative angestoßen und bezeichnete Inklusion als kulturellen und gesellschaftlichen Mehrwert.

Arbeitsweise und Beteiligte

Kern des Vorhabens ist die Zusammenarbeit von zehn künstlerischen Tandems, bestehend aus je einer Künstlerin oder einem Künstler mit und ohne Beeinträchtigung. In zwei Arbeitsphasen von jeweils vier Wochen in April und Mai arbeiten die Tandems in barrierefreien Ateliers im Palasthotel. Ergänzt wird der künstlerische Prozess durch ein begleitendes Tandem im Bereich Musik und Literatur. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler stammen aus verschiedenen Stilrichtungen und Ebenen; darunter Marion Eichmann, René Dantes, Katrin Kampmann, Helge Leiberg, Eva Ohlow, Thomas Reifferscheid, Renata Tumarova, Silvia Willkens, Miriam Vlaming und Susanne Zuehlke.

Die künstlerisch tätigen Menschen mit Beeinträchtigung werden von Trägern der Eingliederungshilfe begleitet. Zu den beteiligten Organisationen zählen EVIM Teilhabe gGmbH, IFB Stiftung, Facettenwerk, Vitos, Werkgemeinschaft sowie Eigenart beziehungsweise die Kunstwerker. Die Projektleitung dokumentiert die künstlerischen Prozesse filmisch, um Einblicke in die Arbeitsweise und die Begegnungen zu ermöglichen.

Präsentation, Auktion und Ausstellungen

Als öffentliches Rahmenprogramm wird am Mittwoch, 13. Mai um 17:30 Uhr der Film ‚Zeppelin oben rechts‘ im Caligari Kino Wiesbaden gezeigt. An dem Filmgespräch nimmt unter anderem Andreas Winkel, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, teil. Ein Höhepunkt des Projekts ist die Versteigerung der entstandenen Werke am Donnerstag, 25. Juni, im Museum Reinhard Ernst in Kooperation mit dem Auktionshaus Christie’s. Die Erlöse sollen in die nachhaltige Förderung inklusiver Kunstprojekte in Wiesbaden fließen.

Im Anschluss sind die Arbeiten in einer vierwöchigen Ausstellung im Bellevue Saal zu sehen. Die Ausstellung läuft von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 23. August. Die Eröffnung ist für Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr geplant.

Das Projekt hatte bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit durch die Unterstützung prominenter Botschafter erfahren. Namen wie Udo Lindenberg, Yayoi Kusama und Gerhard Richter werden in der Projektkommunikation genannt. Träger und Sponsoren hob die Stadt in der Auftaktveranstaltung hervor.

Wiesbaden nennt folgende Termine im Überblick: offizieller Projektauftakt Mittwoch, 1. April; Tandem Arbeit im Palasthotel im April und Mai; Kinoveranstaltung Mittwoch, 13. Mai; Versteigerung Donnerstag, 25. Juni; Ausstellung von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 23. August.

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